pgp_start_1-2021

Ausgabe Heft 01-2021: ALLES BLEIBT ANDERS!

 

Liebe Leserinnen und Leser,  

ausgehend von Veränderungen in der Arbeit mit Jugendlichen und wachsende Anfragen an traditionsreiche Formate wie die Christenlehre haben wir in der PGP-Redaktion ein Heft zu planen begonnen, das nach dem aktuellen Stand der gemeindepädagogischen Reflexionen und ihrer Praxis in diesen Bereichen fragen sollte. Als die ersten Anfragen an Autorinnen und Autoren gestellt waren, kam Corona. Und die Fragen nach den überhaupt bestehenden Möglichkeiten gegenwärtiger gemeindepädagogischer Praxis wurden virulent. Und es dauerte nicht lang, da wurden die Fragen wichtig, welche Lernerfahrungen aus dem Lockdown im Frühjahr eigentlich wichtig bleiben sollten, welche Formate und Innovationen bleiben sollten, in der Gemeindepädagogik wie überhaupt im kirchlichen Handeln. So halten Sie nun ein Heft in den Händen, das breiter fragt nach dem, was bleiben soll und anders werden muss, was anders bleibt und sich bleibend verändert, in der gemeindepädagogischen Praxis unserer Gesellschaft, in der Kirche der Zukunft.

Gleich nach inspirierenden Visionen laden wir Sie ein, zunächst selbst Ihre Wahrnehmungen zu sammeln und sich Ihre eigenen Ideen und Prognosen bewusst zu machen und auch mit anderen ins Gespräch zu bringen. Denn die gemeindepädagogische Praxis entsteht nicht am Laptop in den Universitäten, ebenso wenig wie die Zukunft der Kirche in den Kirchenämtern entsteht. Sich Ihres Blickes vergewissert, laden wir Sie dann wieder ein, mit unseren Beiträgen auf Erkenntnisreise zu gehen und hoffentlich viele Impulse für Ihre Praxis zu entdecken. Wie sind Pädagogik und Theologie heute zu gestalten? Was muss religiöse Bildung im konfessionslosen Raum leisten? Wie sieht die Digitalisierung genau aus, die wir im letzten Jahr so stark erlebt haben in der Kirche? Wie kann Konfirmandenarbeit gelingen – und wie sind Ehrenamtliche hier gut einzubeziehen? Wohin entwickelt sich die Christenlehre? Wie war das noch mit dem lieben Geld und den Entscheidungen, wofür wir es ausgeben? Wie ist die Rede vom Inneren Menschen gemeint, auf die theologische Bildung traditionell abzielt? Diese und viele Fragen mehr sind Ausgangspunkte für spannende Beiträge – viel Freude beim Lesen.

Mit dem Erscheinen dieses Heftes befinden wir uns inmitten des zweiten Lockdowns. Das zweite große Fest im christlichen Jahreskreis musste anders begangen werden. Die Fragen nach dem, was wir daraus lernen wollen, wozu wir zurück und wohin wir niemals wieder zurückkehren wollen, werden uns weiter begleiten. Die Jahreslosung gibt uns eine wichtige Spur mit auf den Weg, in welcher Haltung wir uns und der einen Gewissheit gegenüber, dass das einzig Stete nur der Wandel ist, unterwegs sein sollten: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lk 6,36)

Ihr

Lars Charbonnier

E-Mail: redaktion@praxis-gemeindepaedagogik.de

 

 

Diese Ausgabe können Sie hier beim Verlag bestellen.

Auch im Buchhandel erhältlich.