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Ausgabe Heft 02-2021: INSPIRATION

 

Liebe Leserinnen und Leser,  

rein medizinisch betrachtet ist Inspiration der Vorgang der Einatmung, durch den im Zusammenspiel der Lungenelemente das Einströmen der Luft in den Körper ermöglicht wird. Christlich-religiös gesprochen ist Inspiration die Ermöglichung irdischen Lebens überhaupt: Durch seinen Odem schafft Gott aus dem Chaos Himmel und Erde. Und in diesen Tagen feiern wir die lebendig machende Kraft Gottes selbst im Tod und vergewissern uns, dass diese Kraft uns bis heute zu begeistern vermag – also in uns und um uns wirksam ist. Zwischen der nüchternen Medizin und der welterklärenden Religion gibt es ein weites Feld an Inspiration, in Kunst und Kultur, in Technik und Entwicklung, im Sport und in der Bildung, überall wird sie gesucht, ersehnt, erlitten und ergriffen – und niemand weiß zu 100%, welcher Geist wo warum weht. 

Hinter uns allen liegen Monate großer Einschränkungen. Vieles von dem, was Anregung gab zur Inspiration in den ganz verschiedenen Feldern unseres Lebens und Zusammenlebens, war gar nicht oder nur ganz anders möglich. Selbst Frühlingskräfte hatten es schwerer in diesem Jahr. Dabei brauchen wir Inspirationen so dringend wie selten zuvor in den vergangenen Jahrzehnten. Wir brauchen sie in der Politik, um wirksam die Folgen dieser Krise und ihrer Entscheidungen zu bearbeiten. Wir brauchen sie in den weiten Felden kindlicher Bildung und Begleitung, um denen zu helfen, die unsere Zukunft sind; und die über Gebühr belastet wurden. Wir brauchen Inspirationen, um eine kinderfreundliche, eine klimabewusste, eine integrierende und zukunftsorientierte Gesellschaft zu werden.

Natürlich brauchen wir Inspiration auch in der Kirche. Um sich wirklich zu transformieren, braucht Kirche inspirierende Bilder ihrer Zukunft, die mutig und fröhlich machen – im Kleinen wie im Großen. Das ist keine einfache Aufgabe, wie viele in ihren Veränderungsbemühungen immer wieder feststellen. Eigentlich erstaunlich, wo doch am Anfang und am Ende unseres Glaubens die Inspiration steht. Wie verfügbar Inspiration ist, das ist auch deshalb eine der Fragen, die sich durch viele Beiträge in unserem Heft zieht. Nachdem wir im ersten Heft dieses Jahres gefragt haben, ob alles anders bleibt, suchen wir in diesem nach den Inspirationen für das Neue. Der Heilige Geist „weht“ durch das Heft in unterschiedlichen Facetten, neue kreative Methoden und Formate werden vorgestellt und Menschen daraufhin befragt, was sie inspiriert und wie sie ihre Inspiration leben und gestalten. Auch die Frage, wie unser Heft inspirierend sein kann für Ihre Arbeit, beschäftigt uns in dieser (und so dann auch in den kommenden Ausgaben) besonders. Wir hoffen sehr, dass wir Sie mit dieser Ausgabe begeistern können, und wünschen Ihnen belebende Inspiration!

Ihr

Lars Charbonnier

E-Mail: redaktion@praxis-gemeindepaedagogik.de

 

 

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